ERASMUS+ Praktikum

Mittendrin statt nur dabei

Ich habe noch gar nicht erzählt, wo ich wohne! Nun, erinnerst Du dich daran, wie ich in meinem letzten Beitrag von der schönen Altstadt berichtete? Dem historischen Stadtkern mit den vielen kleinen Cafés? Genau da wohne ich.

Café am Rand der Altstadt wenige Fußminuten von meinem Apartment // ISO 40, 1/1600 Sek, f/1,7

Mein Apartment ist eine Art Studentenwohnheim, das wirklich keine Wünsche offen lässt; neben einem eigenen Bad und einer eigenen kleinen Küchenzeile genieße ich von meinem Bett aus den Ausblick auf die Fußgängerzone mit den vielen kleinen Shops. Die Häuser sind hier genau so, wie man sich französische Häuser vorstellt: alte, vierstöckige Gebäude mit hohen Decken und großen Fenstern und weiße Türen, die zu schnörkelig verzierte Balkone führen. Während im Erdgeschoss Cafés und Bekleidungsgeschäfte zu finden sind, führen die weiteren Etagen zu Wohnungen.

Klassisch französisches Haus // ISO 40, 1/2000 Sek, f/1,7

Besonders beeindruckend finde ich hier die Sauberkeit der Stadt. Müll und Zigarettenstummel sieht man nur selten irgendwo herumfliegen. Zudem fährt jeden Morgen ein Reinigungsfahrzeug die kleinen Straßen entlang und wäscht jeglichen Schmutz – falls dann welcher da sein sollte – von den Marmorsteigen.

Geht man etwas weiter in Richtung Innenstadt, kommt man zu größeren von Palmen gesäumten Straßen. Palmen. An den Ausdruck von Straßenbepflanzung werde ich mich wohl nie gewöhnen! Überall sieht man diese exotischen Pflanzen und besonders an dem kleinen Bach, der durch die Stadt fließt, begrünt eine bunte Flora das sonst eher asphaltreiche Stadtbild.

eine der Gässchen der Altstadt // ISO 40, 1/640 Sek, f/1,7
Bach mit Grünanlage und Blick auf die Pyrenäen // ISO 40, 1/3200 Sek, f/1,7

Wettertechnisch sind hier ja schließlich auch die besten Bedingungen für diese Art von Pflanzen; in den vergangenen Tagen erreichten wir hier Temperaturen von knapp unter 20 °C. Es war recht windig, aber immer sonnig. Das kann man auch erwarten, denn Perpignan gehört mit durchschnittlich 2 500 Sonnenstunden pro Jahr zu den zehn sonnigsten Städten Frankreichs. Frost gibt es hier quasi nicht, denn selbst im Winter gehen die Temperaturen auf maximal 4 °C zurück.

Palmen! // ISO 40, 1/5000 Sek, f/1,7

Zurück zur Unterkunft. Natürlich hat jede Medaille auch ihre Kehrseite und so muss ich ehrlich eingestehen, dass das Leben inmitten einer Großstadt – und das ist Perpignan mit seinen rund 120.000 Einwohner – auch so seine Nachteile hat. Die Stadt pulsiert, auch bei Nacht. Und so kann es hier abends schonmal ziemlich laut werden. Dabei scheinen die Franzosen keinen Unterschied zwischen Wochenende und Arbeitsalltag zu machen. Selbst an einem Dienstag sind die Bars hier gut gefüllt. Denn französischer Wein schmeckt schließlich nicht nur an Feiertagen.

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