ERASMUS+ Praktikum

Der große Tag

Wochenende! Meine erste Woche hier ist schon rum und die ersten zwei Arbeitstage sind auch geschafft. Und die waren voller Überraschungen …

Am Mittwoch Nachmittag war es soweit, ich sollte meinen Arbeitgeber kennenlernen. In einer kurzen Präsentation über mich selbst sollte er einen ersten Eindruck von mir erhalten und im anschließenden Gespräch sollte ich einen ersten Eindruck vom Unternehmen bekommen. Die Organisation, die das ganze hier leitet, nannte es Interview, aber eigentlich wurde mir nur seeeehr viel über die Firma erzählt. Auf sehr schnellem Französisch.

Ich kam also am Mittwoch gegen 14 Uhr mit meiner Ansprechpartnerin der Austauschorganisation an diesem unscheinbaren Haus in dieser kleinen Straße am anderen Ende der Stadt an. Ein Mann um die vierzig kam lächelnd auf uns zu und wies uns durch die Garage in seinen Keller. Das war also das Büro. Wie ungewöhnlich. Wir bekamen einen Kaffee und dann ging es los: ein wenig nervös rasselte ich meinen bestens einstudierten Text herunter. Nahezu fehlerfrei, immerhin. Dann sah ich meinen Chef erwartungsvoll mit großen Augen an. Wider meinen Erwartungen erhielt ich ein freundliches Lächeln und ein Lob für meine tolle Aussprache als Antwort. Puh! Dann folgten 20 Minuten Präsentation über seine kleine Firma. Er ist Herausgeber zweier französischer Lokalmagazine, die sich darauf fokussieren, Events in der Region vorzustellen. Die neue Ausgabe ist gerade in Arbeit und meine Aufgabe wird es in den kommenden Tagen und Wochen sein, den Zwei-Mann(!)-Betrieb bei der Produktion zu unterstützen.

Während der erste Arbeitstag kommunikationstechnisch noch etwas schwierig war – besonders da mein Arbeitgeber leider nicht zu der Gruppe von Franzosen gehört, die Englisch sprechen – lief es am zweiten Tag schon deutlich besser. Ich lernte den einzigen Angestellten kennen und erhielt eine Einführung in das Programm, das sie zur Erstellung des Layouts benutzen. Die Arbeitsweisen hier sind zugegebenermaßen etwas anders, als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Aber wie sagt man so schön, andere Länder andere Sitten?! Auf jeden Fall trifft das auch auf das Arbeiten hier zu.

Da es sich bei dem aktuellen Projekt um einen mehrsprachigen Touristenführer handelt, sollte es zunächst meine Aufgabe sein, die französischen Texte ins Deutsche zu übersetzen. Und ich kann mir wirklich keine bessere Möglichkeit vorstellen, um Französisch zu lernen!

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