Berlin

Zum Frühstück nach Amerika

In meinem letzten Beitrag „Von kulinarischen Ausflügen und Dankbarkeit“ habe ich davon erzählt, wie uns kulinarische Ausflüge in der eigenen Küche ein klein wenig Urlaubs-Feeling in dieser außergewöhnlichen Zeit geben können. Nun ist es gut zwei Monate her, dass die Ausgangsbeschränkungen erlassen und damit unsere Pläne für Nah- und Fernreisen auf ungewisse Zeit nach hinten verschoben wurden. Zwei Monate in den heimischen Wänden – so viel Zeit hat wahrscheinlich lange keiner von uns mehr zuhause verbracht! Ein guter Anlass, mal das gewohnte Terrain zu verlassen und einen Abstecher zu unseren amerikanischen Freunden zu machen – natürlich im übertragenen Sinne…

Wer die Beiträge von meiner Reise in die USA im vergangenen Jahr verfolgt hat, erinnert sich sicher auch noch daran, wie sehr ich von diesem einen Diner geschwärmt habe, in dem es dieses eine Menü gab, die Banana Pancakes. Selten habe ich so gute Eierkuchen gegessen wie dort – sorry, Mama. Nur zu gerne denke ich an diese Leckerbissen und all die wundervollen Momente in Kalifornien zurück. Warum also nicht die Pancakes samt Erinnerungen nach Hause holen? Also gab es heute Pancakes bei mir zum Frühstück.

Leider waren diese Pancakes – wie so ziemlich jede amerikanische Mahlzeit – nicht nur unverschämt lecker, sondern auch unverschämt reichhaltig. Mein ernährungsbewusstes Herz hat bei dieser urlaubsbedingten Gönnung ein Auge zudrücken können, hier zuhause bevorzuge ich dann aber doch wieder die gesündere Variante – und die konnte (fast) mit der echten, amerikanischen mithalten.

An ein Rezept habe ich mich dabei nicht gehalten, schließlich kannte ich das Originalrezept auch nicht. Außerdem macht das Herumexperimentieren in der Küche doch am meisten Spaß, vor allem aber musste ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen, da ich in meiner neuen Küche noch gar keine Waage besitze. Und dennoch, trotz Mangel an Inhaltsangaben und dafür einer Menge Improvisationsvermögen ist das Ergebnis erstaunlich gut geworden.

Für die Pancakes:

  • Dinkelmehl
  • Backpulver
  • 1 Ei
  • Kokosdrink

Für das Topping:

  • 1 Banane
  • Blaubeeren
  • Erdnussmus (zum Bestreichen)
  • Selbstgemachtes Granola
  • Zimt

Zubereitung:

Die Zutaten für die Pancakes verrühren, den Teig portioniert (ich habe zwei große draus gemacht) nacheinander in die Pfanne geben. Von beiden Seiten kurz anbraten. Den ersten Eierkuchen mit Erdnussmus bestreichen, den zweiten oben drauflegen. Auf einem Teller anrichten und mit den weiteren Toppings dekorieren. Genießen!

Am offenen Fenster sitzend, die dritte Tasse Kaffee schlürfend, dem Gezwitscher der Vögel und leisen Tönen entspannter Musik lauschend, träumte ich mich unter die kalifornische Sonne zurück. Wer muss für Urlaubsgefühle noch ins Flugzeug steigen?

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